Heiliger Stein

Allgemeine Informationen und Daten zum Heiligen Stein in Retzbach.

Archäologische Grabungen von 1996 bis 2001 beim Hl. Stein und in den Hofäckern
Erstbesiedelung: 6.500 v. Christus durch Kelten
Keramikfunde aus dem Mittelneolithikum (5500 v. Chr. bis 2400 v. Chr.)
Kelten waren ein kriegerisches Volk mit Vielgötterglauben (=> Druiden)


Schalenstein

Der Schalenstein (im Bild rechts im Vordergrund) ist heidnischen Ursprungs (Legendenumwoben) und weißt 11 Vertiefungen auf und ist offizielles Naturdenkmal.

Der heilige Stein am Manhartsberg diente vermutlich schon in prähistorischer Zeit als Kultplatz und soll Forschern zufolge bereits 50.000 Jahren alt sein. Er wird dem Totenkult zugeschrieben und daher auch Opferstein genannt.

Er liegt genau zwischen Weinviertel und Waldviertel, 275 Meter von der Staatsgrenze zur Tschechischen Republik entfernt. 1999 erhielt er eine architektonische Rahmung durch eine elliptische Aussichtsplattform. Mitte des 17. Jahrhunderts entsprang hier eine Quelle. 1709 sollte der Stein (wegen "abergläubischen Gebrauchs") vom bischöflichen Konsistorium zerstört werden, doch setzte sich der Lilienfelder Abt Sigismund, dessen Kloster die Kultstätte unterstand, für seine Erhaltung ein. Er argumentierte, dass die Leute nicht wegen des Steins, sondern zur Marienkapelle kämen. Ein Einsiedler (Eremit) betreute die Kultstätte bei "Maria am Stein".

Ein Schalenstein, bei dem ursprünglich in einiger Entfernung etwa um 1680 (im Jahre 1708 wird gesagt, "ungefähr vor 30 Jahren") eine Quelle entsprang, deren Wasser man bald als heilsam erachtete.



Kirche "Unsere Liebe Frau am Stein"

„Unserer lieben Frau am Stein“ war bis 1793 ein Wallfahrtsort.
Wallfahrtsmotto: „Woher komme ich – Wohin gehe ich – Warum lebe ich“ (Schönborn).
Das Bild rechts zeigt das Altarbild der Wallfahrtskirche

Seit dem 17. JH sollen dort Kranke mithilfe des Wassers einer nahe gelegenen Quelle wieder gesund geworden sein.
1751 wurde dort eine Wallfahrtskirche („Unserer Lieben Frau am Stein“) errichtet, die 1785 wieder abgetragen wurde.
1996 wurden die Fundamente der Kirche ausgegraben und eine ellipsenförmige Aussichtswarte errichtet.

Zum Altarbild:
Als die Kirche abgerissen wurde, ist das Altarbild an Fam. Politzky geb. Fuchs in Oberretzbach übergeben und bei den Prozessionen zu Fronleichnam am Hausaltar aufgestellt worden.
Die Familie wohnte im Stockhaus Waldstraße 47, Oberretzbach. Auf dem Bild sieht man links unten Retz und rechts unten die Kirche „Unserer Lieben Frau am Stein“ von Mitterretzbach.


1480 – gotische Kapelle
1653 - Ende des 30.-jährigen Krieges - Errichtung eines Christliches Kreuz
1676 – Vegrößerung der Kapelle
1664 – Erster Eremit am Hl. Stein
1681 - Es wurde ein Kreuz am Standort der zukünftigen Wallfahrtskirche errichtet.
1686 - Grundstein der Wallfahrtskapelle die den Namen "Unsere Liebe Frau am Stein" wurde gelegt.
1751 – Bau der Kirche und
Leitung des heilkräftigen Wassers in die Kirche (Nymphäum).
1742 – Friedrich der Große zog mit seinen Preußen über Retz – ohne kämpferische Aktivitäten.
1783 – Kaiser Josef II ließ ca. 900 Wallfahrtskirchen per Dekret (Josefinum) auflösen.
„Erziehung ist wichtiger als Pilgerfahrten und Prozessionen“
1785 - Die Wallfahrtskirche wurde zerstört.
Wenige Jahre später wurde die Marienkapelle "Maria am Stein" mit einer Immaculata errichtet.
1793 - Die Wallfahrten endeten.
Doch noch heute findet im Sommer jährlich eine Wallfahrt nach Maria Dreieichen statt.

Nymphäum
Das Wasser des Hl. Steines floß südöstlich und wurde in die Wallfahrtskirche gleitet.
Die Wallfahrtskriche wurde axial dazu gebaut.

Kuriermeldung:
„Retzbach ist ein Paradies für Wünschelrutengeher“
= Mystische Attraktion aus der Jungsteinzeit
Kreuzungspunkt von geomantischen Zonen auf Grund der starken erdmagnetischen Strahlung
* Heilende Wirkung wobei Cremen und Salben auf den Stein gelegt wurde.
* Viele Touristen „laden“ sich energetisch auf